Demenz

Bei der Demenz handelt es sich um eine degenerative Erkrankung, hierbei nimmt das Hirn meist durch eine Erkrankung zunehmend Schäden und es kommt zu Beeinträchtigungen der kognitiven Fähigkeiten. Am stärksten ist das Kurzzeitgedächtnis betroffen, sowie das Denkvermögen, die Sprache und die Motorik. Die häufigsten Ursachen der Demenz sind eine neurodegenerative Erkrankung (Alzheimer-Demenz) und einer Demenz durch Durchblutungsstörungen (unter anderem nach Schlaganfall).

Bei der Therapie der Demenz lassen sich drei Bereiche unterscheiden:

  • medikamentöse Therapie
  • psychologische Interventionen
  • ökologische und soziale Interventionen

Die Medikamentöse Behandlung zielt auf Krankheitsmilderung und Verbesserung der Lebensqualität. Speziell wird auf Acetylcholinesterase-Hemmer gesetzt, die den Botenstoff Acetylcholin im Gehirn langsamer abbauen lassen. Acetylcholin wird dafür verantwortlich gemacht Gedächtnis- und Lernstörungen, Konzentrationsproblemen und Störungen im Schlaf-Wach-Rhythmus zu verursachen. Auf Grund der verschiedenen Ursachen der Demenz und unterschiedlichen Behandlungsformen muss jede Demenz zunächst durch einen Facharzt abgeklärt werden.

Zahlreiche nicht medikamentöse Strategien können sich positiv auf die Krankheitsbewältigung, das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Betroffenen sowie Ihrer Betreuungspersonen auswirken. Besonders am Anfang der Demenz sind kognitive, verhaltensnahe und realitätsbewältigende Interventionen möglich. Ziel dieser Intervention ist es, psychische Kompetenzen, soziale Kompetenzen, Alltagskompetenzen und Basisfertigkeiten möglichst lange zu erhalten oder beginnende Einschränkungen zu kompensieren. Die Wirksamkeit der nicht medikamentösen Behandlung ist in vielen Fällen empirisch nicht ausreichend belegt, dennoch gelten sie bei Betroffenen als hilfreich und zuträglich und sind ein unverzichtbarer Bestandteil des Behandlungsplans für Demenzkranke.

Demenzkranke sind besonders auf eine materielle Umwelt angewiesen, die sich dem jeweiligen Krankheitsverlauf anpasst und sowohl beschützenden als auch stimulierenden Charakter aufweist. Eine optimale materielle Umgebung für Demenzkranke umfasst unter anderem Übersichtlichkeit, Bewegungsfreiheit, Kontinuität, Rückzugsmöglichkeiten und physikalische Faktoren wie Beleuchtung, Temperatur, Gerüche und Geräuschkulisse. Wir beraten jeden Patienten individuell und arbeiten einen Behandlungsplan aus.

Symptome: